Abschied und Neuanfang in Tegerfelden
Unter dem Motto «Machs guet alts Schuelhuus» verabschiedeten sich die Schüler/innen, Lehrpersonen und die Dorfbevölkerung von Tegerfelden von ihrem historischen Schulgebäude. Da das Gebäude umfassend saniert und erweitert wird, erfolgte in den Frühlingsferien der Umzug in ein Provisorium auf dem «roten Platz».
Der Umzug war eine logistische Meisterleistung: Kisten, Möbel und sogar Trampoline mussten bewegt werden. Zum Schulstart halfen die Sechstklässler tatkräftig mit, ihre persönlichen Unterlagen in die neuen Räumlichkeiten zu tragen. Zur offiziellen Verabschiedung lud die Schule zu einem Fest ein. Die Kinder gestalteten das Programm kreativ mit Gesang mit.
Walter Hauenstein von der Baukommission blickte auf die lange Historie zurück. Das 1884 eingeweihte Gebäude diente einst nicht nur als Schule, sondern auch als Gemeindehaus und beherbergte zeitweise sogar einen Banktresor im Klassenzimmer. Anekdoten über eigenhändig tiefer gelegte Kellerböden für Barrenturner verdeutlichten die tiefe Verbundenheit der Dorfbevölkerung mit dem Haus.
Der Schülerrat enthüllte Banner aus den Fenstern, um dem Schulhaus letzte Worte vor seiner «Wellness-Kur» mitzugeben. Bevor die 14-monatige Bauzeit beginnt, wurde das leere Gebäude noch einmal zum Erlebnisraum: Die Zimmer dienten kurzzeitig als Disco oder Spielfläche. Ein Leintuch mit Unterschriften wird als Zeitkapsel im Neubau verewigt, um die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen.

